Abriss oder Sanierung? Wie viel Schutz genießt ein Denkmal? Zu diesem Thema lädt das Forum für Kunst und Kultur der hessischen Sozialdemokratie e.V. Sie herzlich ein zu einer Podiumsdiskussion in Königstein im Haus der Begegnung, Bischof-Kaller-Straße 3.

Mittwoch, 24. Oktober 2012 um 20.00 Uhr.

Anlass zu dieser Podiumsdiskussion ist ein knapp 500 Jahre altes, unter Denkmalschutz stehendes Haus in der Hauptstraße 37, das einem Neubau weichen soll.

Unabhängig von diesem Konflikt stehen in Königstein seit langem offene Fragen im Raum, z. B. ob die Interessen eines Privateigentümers auf Abriss eines Denkmals gegenüber dem Erhalt eines Denkmals Vorrang genießen, beziehungsweise, welche Rechte und Pflichten dem Eigentümer oder Erwerber eines Denkmals entstehen.

Darüber hinaus soll diskutiert werden, welche Bedeutung ein Denkmal anstelle eines Neubaus für die Stadtentwicklung hat und welche Kosten den Eigentümern zuzumuten sind, um Denkmale zu erhalten.

Dazu werden auf dem Podium sprechen: der Dipl.-Ing. und Architekt Stephan Dreier als ausgewiesener Experte zur Begutachtung von historischem Fachwerk und Bürgermeister Leonhard Helm als Vertreter der Stadt Königstein. Vom Landesamt für Denkmalpflege wird Dr. Verena Jakobi auf dem Podium Platz nehmen und unter anderem Fragen über Rechte und Pflichten von Denkmaleigentümern diskutieren. Und über den Nutzen von historischen Altstädten für das Image einer Stadt wird der Erste Stadtrat von Kronberg, Jürgen Odszuck seine Erfahrungen beisteuern.

Die Moderation wird Gerd Krämer, ehemaliger Bürgermeister von Oberursel und Mitglied im Kreistag übernehmen. Gerd Krämer engagiert sich darüber hinaus in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und war einige Jahre Staatsekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem die Denkmalbehörde untersteht.

Ziel der Veranstaltung ist es, dass nach Jahren der Unsicherheit über den Nutzen und die Bedeutung denkmalgeschützter Häuser ein wenig mehr Klarheit geschaffen werden kann.

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